Jochen_Kirchhoff

Vor 418 Jahren wurde der Philosoph Giordano Bruno als Opfer der Inquisition auf dem Scheiterhaufen in Rom verbrannt. Seine Erkenntnis von einem unendlichen und umfassend belebten Universum steht auch heute noch im schroffen Widerspruch zum Christentum und zur herrschenden Kosmologie.

Weltbild, Menschenbild und zentrale Feindbilder bei Bruno und der katholischen Kirche.

Bruno als Gegner des Christentums in Kosmologie und Menschenbild. Was aus den Fragmenten der Inquisition über die Vorwürfe an Bruno bekannt ist. Warum das Christentum ein Wüstenuniversum mit nur einem bewohnten Planeten benötigt und seine unheilige Allianz mit der modernen Naturwissenschaft. Giordano Bruno als erster Denker des Radialfeldes.
Philosophische Gespräche Episode 12 mit Jochen Kirchhoff, 17. Februar 2018 (5778) anlässlich des 418. Jahrestags des Justizmords an Bruno.
Kurzbiographie Giordano Brunos (bis 0:10:00)
(*1548 in Nola, ermordet 17. Februar 1600 auf dem Campo dei Fiori in Rom zum Jubeljahr der katholischen Kirche)
Warum wurde der Jahrestag der Ermordung am 17.2.2000 so intensiv begangen?
Die Bruno-Monographie als Startschuss der modernen Bruno-Rezeption (1980).

Besteht eine Möglichkeit, die Welt und den Kosmos mittels (natürlicher) Zahlen, Zahlenverhältnissen (Klängen) QUALITATIV zu verstehen? These: Eine qualitative Zahlenordnung ist das zentrale und ungelöste Thema des ausgehenden Jahrtausends (2:40). Abstrakte Zahlen sind allgegenwärtig (4:10). Ken Wilber (4:40) äußert sich nicht zu dieser Frage. Ein transmentales Verständnis der Zahlen (5:10)?

7. Vorlesung aus der Vorlesungsreihe: "Mensch und Erde",
Teil IV, Gedanken zu einer neuen Theorie der Natur und des Kosmos"
Dozent: Jochen Kirchhoff
Humboldt-Universität zu Berlin
Sozialökologie als Studium Generale
Wintersemester 1998/99

Naturphilosophische und sozialökologische Aspekte der klassischen Elementelehre.
Vorlesung Naturphilosophie.
7. Vorlesung aus der Volesungsreihe "Das lebende Buch der Natur. Teil I: Tiefenökologie und Neue Naturphilosophie"
Dozent: Jochen Kirchhoff
Humboldt-Universität zu Berlin
Sozialökologie als Studium Generale
Vorlesungsreihe im Sommersemester 1999

Weltuntergang, Armageddon, Apokalypse. Wie sicher ist die Erde? Können wir dem Kosmos trauen? Zur Frage der kosmischen Katastrophen (Kometen-Impakt u.a.) und ihrer Deutung.

Vorlesung Naturphilosophie.
8. Vorlesung aus der Vorlesungsreihe "Das lebende Buch der Natur.
Teil II: Erde und Kosmos. Denkanstöße zu einer anderen (alternativen) Kosmologie"
Dozent: Jochen Kirchhoff
Humboldt-Universität zu Berlin
Sozialökologie als Studium Generale
Vorlesungsreihe im Wintersemester 1999/2000

Besonderen Dank an Joe Schraube, der damals die für einen Studenten (HU) beträchtliche Investition von 980 DM in ein Kassettenaufnahmegerät und 400 DM in ein gutes Mikrofon getätigt hat, auf dessen dankenswerterweise bereitgestellten Audiomitschnitten diese Videos beruhen. Vielen Dank.

Ehrenvorlesung zum 400. Todestag von Giordano Bruno. Die Kosmologie der Unendlichkeit und des All-Lebens. In memoriam Giordano Bruno (1548-1600). Zum 400. Jahrestag der Verbrennung des Philosophen (17.2.1600-17.2.2000). La Spaccia della Bestia trionfante.

Vorlesung Naturphilosophie.
11. Vorlesung aus der Vorlesungsreihe "Das lebende Buch der Natur.
Teil II: Erde und Kosmos. Denkanstöße zu einer anderen (alternativen) Kosmologie"
Dozent: Jochen Kirchhoff
Humboldt-Universität zu Berlin
Sozialökologie als Studium Generale Wintersemester 1999/2000

Besonderen Dank an Joe Schraube, der damals die für einen Studenten (HU) beträchtliche Investition von 980 DM in ein Kassettenaufnahmegerät und 400 DM in ein gutes Mikrofon getätigt hat, auf dessen dankenswerterweise bereitgestellten Audiomitschnitten diese Videos beruhen. Vielen Dank.

Welchen Herausforderungen müsste sich eine neue Theorie der Natur und des Kosmos stellen? (Einleitung)
Mensch und Erde. Teil IV.
1. Vorlesung aus der Vorlesungsreihe: "Mensch und Erde",
Teil IV, Gedanken zu einer neuen Theorie der Natur und des Kosmos
Dozent: Jochen Kirchhoff Humboldt-Universität zu Berlin
Sozialökologie als Studium Generale
Wintersemester 1998/99

1. *Wozu eine neue Theorie der Natur und des Kosmos?
2. Wie wahr sind naturwissenschaftliche Theorien?
3. Innenwelt - Außenwelt. (Nach Ken Wilber).
4. Newton - Magier und Rechenmeister.
5. Quantentheorie und Mystik
6. Unus Mundus – Die Einheit der Welt
7. Klang - Zahl - Weltharmonie. Eine qualitative Zahlenordnung der Welt.
8. Weltraum, Weltäther, "Freie Energie" - Gibt es den Äther doch?
9. Weltseele als Schlüsselhypothese (für eine neue Kosmologie).
10. Kosmisches Bewusstsein - mystische Formel oder Wirklichkeit?
11. Wie wird der Kosmos zum Oikos (Heim)?
12. Conclusio - Für eine neue Naturtheorie und Kosmologie.

Das Wechselspiel von Licht und Schwere. Naturphilosophisches zum anti-gravitativen Impuls des Lichtes. Licht und Schatten und ihr Zusammenhang mit der Schwerkraft. Licht und Bewusstsein. Vorlesung Naturphilosophie.

7. Vorlesung aus der Vorlesungsreihe "Das lebende Buch der Natur.
Teil II: Erde und Kosmos. Denkanstöße zu einer anderen (alternativen) Kosmologie"
"Licht und Schwere - Licht und Bewusstsein (III)"
Dozent: Jochen Kirchhoff
Humboldt-Universität zu Berlin Sozialökologie als Studium Generale
Vorlesungsreihe im Wintersemester 1999/2000

Besonderen Dank an Joe Schraube, der damals die für einen Studenten (HU) beträchtliche Investition von 980 DM in ein Kassettenaufnahmegerät und 400 DM in ein gutes Mikrofon getätigt hat, auf dessen dankenswerterweise bereitgestellten Audiomitschnitten diese Videos beruhen. Vielen Dank.

Gibt es zwei Lichter? Vom Licht der Natur und des Geistes. Überlegungen zum Sehen und Denken. Erster Teil der Triade über Licht und Bewusstsein. Rudolf Bahro, Zeitgeschehen 1989, Mauerfall. Jochen Kirchhoff: Nietzsche, Hitler und die Deutschen (1990).

4. Vorlesung aus der Vorlesungsreihe "Das lebende Buch der Natur.
Teil II: Erde und Kosmos. Denkanstöße zu einer anderen (alternativen) Kosmologie"
Dozent: Jochen Kirchhoff
Humboldt-Universität zu Berlin
Sozialökologie als Studium Generale
Wintersemester 1999/2000

Besonderen Dank an Joe Schraube, der damals die für einen Studenten (HU) beträchtliche Investition von 980 DM in ein Kassettenaufnahmegerät und 400 DM in ein gutes Mikrofon getätigt hat, auf dessen dankenswerterweise bereitgestellten Audiomitschnitten diese Videos beruhen. Vielen Dank.

Was ist Licht? Kritik herrschender Lichttheorien von Welle, Strahl, Teilchen und Lichtquanten (Welle-Teilchen-Dualismus). Eine alternative Theorie zum kosmischen Licht. Kritik der Sonnenofen-Theorie. Warum die Sonne fest und kalt ist. Philosophische Gespräche mit Jochen Kirchhoff / Episode 6.

– Warum ist das Licht solch ein Mysterium (auch für die Mainstream Kosmologen)?
– Die vier gängigen Theorien zum Licht:
i) Korpuskulartheorie (Newton) / Photonentheorie (Licht als Teilchen)
ii) Wellentheorie (Huygens) (Licht als Welle)
iii) Sowohl-Welle-als-auch-Teilchen / Elektromagnetismus und Quantentheorie
iv) Ätherschwingung (Lichtäther)
– Die Sonne als zentraler Schlüssel zum gesamten herrschenden Weltbild über das All
– Die herrschende Theorie von der Sonne als glühenden Gasball (Gustav Robert Kirchhoff 1865), Spektralanalyse
– Kosmologische Theorien als Spiegelbild des "Zeitgeistes"
– Die drei Grundannahmen der physikalischen Kosmologie
– Schwachstellen der Sonnenofentheorie (exakt konstant runde Form und Strahlungsintensität, Randverdunkelung, unterschiedliche Geschwindigkeit der Sonnenflecken, Olbersches Paradoxon)
– Namhafte Kritiker: Tesla, Schauberger, Reich
– Die Entstehung des Lichtes nach der Radialfeldhypothese
– Überprüfbare Postulate (Schwerkraftdifferenzial Tag-Nacht, Äquator-Pol)
– Ableitung und Bedeutung für das Weltbild jedes Einzelnen

Gibt es einen freien Willen? Philosophische Ergründung der Polarität zwischen Freiheit und kosmischer Ordnung.
Philosophische Gespräche mit Jochen Kirchhoff / Episode 11.

Interview mit Jochen Kirchhoff, 14. Januar 2018 (5778).

Vortrag von Jochen Kirchhoff auf dem Ken Wilber Kongress 2004 in Bremen. Jochen Kirchhoff ist im deutschen Sprachraum sicherlich einer der wichtigsten Rezipienten und Kenner der Werke Ken Wilbers. "Das vergesse Zentrum - Das Ich in der integralen Vision".

Kurze Vorstellung des Werkes von Jochen Kirchhoff:
"Klang und Verwandlung - Klassische Musik als Weg der Bewusstseinserweiterung", 1989 (1:50)
Mensch-Erde-Kosmos-Tetralogie (4:15):
1) "Was die Erde will - Mensch, Kosmos, Tiefenökologie", 1998 (4:37)
2) "Räume, Dimensionen, Weltmodelle - Impulse für eine andere Naturwissenschaft", 1999 (5:10)
3) "Die Anderswelt - Eine Annäherung an die Wirklichkeit", 2002 (5:57)
4) "Die Erlösung der Natur - Impulse für ein kosmisches Menschenbild", 2004 (6:29)

Kurze Kritik am holographischen Weltbild. (8:02)
Würdigung von Ken Wilbers Werk "Eye to Eye" und "The Eye of the Spirit".

(12:00) Angesprochene Ken-Wilber-Vorlesung an der HU Berlin:
"Innen - Außen (nach Ken Wilber)"
PROLOG: Wo befindet sich das Ich? Eine meditative Reflexion über Innen und Außen (14:05)

Meditation: Was spüre ich von mir selber, wenn ich keinen Spiegel zur Hilfe nehme?

HAUPTTEIL: Eine Kinderfrage: Warum bin ich ich?

Ernst Jünger, aus den Tagebuchaufzeichnungen.
Vom Eintritt des Einzelnen in das Absolute im Vergleich von westlicher und östlicher Philosophie.
Vom Abgrund und der Perversion des Menschen.
Die Evolutionsgeschichte des Ichs. "Das Ich ist etwas Kosmisches."
Das kleine und das große Ich.
Stephen Levine: "Who dies? Who is born?"
Die Ich-Frage ist die Todesfrage.

Zur Frage des Ich im Zusammenhang mit der Erlösung der Natur. Wem begegnet der Mensch in der Natur?
Der Leib und die Große Ordnung. "Jeder Atemzug steht in der Großen Ordnung."
Die Bewusstseinsaufgabe des Menschen: "Die Weisheit des Leibes in die Wachheit zu überführen."
Beethoven als Bewusstseinslehrer.
Friedrich Schiller: "Suchst du das höchste, das größte, die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei du es wollend. Das ist's."
Schamanische Regression in die unterichhaften Schichten.
Über die Schwierigkeit zwischen "Prä" und "Trans" zu unterscheiden.
Problem der Ich-Schwäche. "Das kleine Ich bedarf der Stärkung."
Narzisstischer Geltungsdrang und das "das herrenlose Haus der Seele".

EPILOG: Dithyrambos des Philosophen an die Welt. "Was ist mir die Welt?"

Die tiefenökologische und geomantische Bedeutung des antiken Demeterkultes:
-Heidnische Götter, antike Götter, pagane Götter, alteuropäische Tradition.
-Mysterienkult Eleusis, eleusinische Mysterien.
-Pagane Mysterienkulte und alteuropäische Philosophie.
-Pflanzen, Demeter und Gaia (Erdmutter, Erdenmutter)

Vorlesung Naturphilosophie.
8. Vorlesung aus der Vorlesungsreihe "Der Mensch, das Licht und die Pflanzen. Naturphilosophie und tiefenökologische Perspektiven"
Dozent: Jochen Kirchhoff
Humboldt-Universität zu Berlin
Sozialökologie als Studium Generale
Vorlesungsreihe im Sommersemester 2002

Die Pflanzen im Bewusstsein der Menschen. Zur Phänomenologie und Geschichte einer Grundkonstellation und einer tieferen Verbindung. Vorlesung Naturphilosophie. 2. Vorlesung aus der Vorlesungsreihe "Der Mensch, das Licht und die Pflanzen. Naturphilosophie und tiefenökölogische Perspektiven" Dozent: Jochen Kirchhoff Humboldt-Universität zu Berlin Sozialökologie als Studium Generale Vorlesungsreihe im Sommersemester 2002 Inhalt: Eingangszitate von Wolf-Dieter Storl, "Pflanzendevas" (1997, 2001), zur Walpurgisnacht, den Nachtschatten- und Liliengewächsen. (0:00) I. Das "geheimnisvoll Offenbare" der Natur (3:45) "Die kollektive Verlegenheit in Hinblick auf den Frühling." (3:45) Rupert Sheldrake, "Wiedergeburt der Natur" (1991), zum Wert der unmittelbaren Naturerfahrung im Vergleich zur wissenschaftlichen Biologie. (4:55) Gernot Böhme, "Natürlich Natur" (1992), zu Heraklits Satz "Die Natur liebt es sich zu verbergen." (Natur, griechisch physis von phyein, blühen). Die Natur als zur Harmonie gebrachte Gegensatzspannung des aufgehenden Sichzeigens und des Sichverschließens. (9:22) (Auch manifest im rythmischen Zeitablauf des Jahres.) Ralf Waldo Emerson, "Nature", Natur enthüllt, verspricht und verheißt und taucht ab in das Rätselhafte und Nichtoffenbare. (13:09) II. Zusammenhang von Pflanzen und Bewusstseinsgeschichte (13:54) Richard Strauß, "Daphne", zum Bruch des mythischen Bewusstseins hin zum mentalen Bewusstsein am Beispiel der Pflanzen. (ab 13:54) Karl Kerenyi, "Griechische Mythologie", zum Thema der Nymphen. (15:19) Michael Grant und John Hazel, "Lexikon der antiken Mythen und Gestalten", zu Daphne. (19:58) (Der Mensch, Leukippos, das Licht, Apollon, und die Pflanzen, Daphne, der Lorbeer.) Zur Verwandlungsmusik in Fis-Dur der Oper "Daphne". Vgl. dazu Schubert "Der Ton Fis entspricht der Farbe Grün". (23:37) Wolgang Schadewald, "Tübinger Vorlesungen" (1978), die Natur als "lebendig Handelndes" und göttliches Wirken und Walten. (27:52) Hermann Schmitz, "Der Leib, der Raum und die Gefühle", über die Abstraktionsbasis einer Kultur. (30:45) Zum Bruch in der Geistesgeschichte etwa um 500 v.d.Z. III. Ist die Rückbindung an die Pflanzen möglich? (0:00) Grundprobleme: 1. Ontologische Barriere zwischen mentaler Ebene und Pflanze (0:00) 2. Fehlen einer sozial verbindlichen Sprache der Naturwahrnehmung. (1:54) Beispiel dazu: Gernot Böhme, "Naturästhetik", zum Naturschönen. (2:50) Ergänzung: Verwandlungsmysterien in archaischen und magischen Bewusstseinsformen. (3:15) Wolf-Dieter Storl, "Pflanzendevas", über Datura (Sinti und Roma als "Kinder des Stechapfels"). (4:22) (Der Igel als Datura-Deva in Tiergestalt ist den Sinti und Roma heilig.) Lösungsansatz: Über eine mögliche Schnittstelle für das Pflanzliche im Menschen, das "Pflanzen-Selbst", über das das Pflanzliche nicht-regressiv kontaktiert werden kann. (6:26) (Ausblick auf die kommende Vorlesung.) Friedrich Schiller, "Suchst du das Höchste, das Größte, die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei du es wollend. Das ist's." (8:13) Verweis auf Jochen Kirchhoff, "Was die Erde will". (9:37)

Der neue Bund von Mensch und Pflanze – Wie können wir uns den Pflanzen geomantisch, tiefenökologisch und existentiell neu verbinden?
Geomantie, Tiefenökologie und menschliches Bewusstsein.

Vorlesung Naturphilosophie.
10. Vorlesung aus der Vorlesungsreihe "Der Mensch, das Licht und die Pflanzen. Naturphilosophie und tiefenökölogische Perspektiven"
Dozent: Jochen Kirchhoff
Humboldt-Universität zu Berlin
Sozialökologie als Studium Generale
Vorlesungsreihe im Sommersemester 2002

Das Phänomen der Farben als Herausforderung für ein neues, integrales Naturverständnis und eine neue, bessere Naturwissenschaft. Goethes Farbenlehre (Farben und Licht) vs. Newtonsche Optik. Die Goethe-Newton-Kontroverse in neuer Sicht.
Licht und Finsternis.

Vorlesung Naturphilosophie.

6. Vorlesung aus der Vorlesungsreihe "Das lebende Buch der Natur. Teil I: Tiefenökologie und Neue Naturphilosophie"
Dozent: Jochen Kirchhoff
Humboldt-Universität zu Berlin
Sozialökologie als Studium Generale
Vorlesungsreihe im Sommersemester 1999

Die Weltseele in der Physik, Biologie, Psychologie und Kosmologie.
Warum das "Projekt Weltseele" (Sloterdijk) keineswegs gescheitert ist. Philosophische Gespräche mit Jochen Kirchhoff / Episode 10.

1. Ursprung des Seelengedankens in der Antike
– Seele als Selbstsein, der Einzelne selber, Ich. Weltseele als Seele entweder des Einzelgestirns bzw. des Kosmos im Ganzen.
– Der Begriff des Ich/der Psyche entsteht vor 2500 Jahren als eine Herauslösung des Ich aus den Anflutungen der mythischen Götterwelt ungefähr zeitgleich mit dem Begriff der Erlösung. (Vgl. Hermann Schmitz)
– Heraklit: "Mit der Lust (Thymos) zu kämpfen ist schwer, denn was sie fordert, das erkauft man um den Preis seiner Seele (Psyche)."

2. Was impliziert der Gedanke "Weltraum ist Weltseele" von Helmut Friedrich Krause?
– Radialfeldhypothese als Hypothese zu den metaphysischen Anfangsgründen der Physik.
– Die Seele ist demnach nicht ausdehnungslos und unkörperlich, sondern als Raum allseitig fluidal anwesend. (vgl. Tommaso Campanella und Giordano Bruno)

3. Die Weltseele als physikalische Größe
– Trotz allgemeiner Tendenz zur Skelettierung und Abstrahierung der Naturphänomene gibt es auch Physiker, die sich mit der Weltseele intensiv beschäftigt haben: Carl Friedrich von Weizsäcker und Wolfgang Pauli.
– Weizsäcker: Weltseele als vereinbar mit der Quantentheorie. Weltseele als Verbindung von Seele und Leib.
– Pauli zusammen mit C.G. Jung: "Archetypische Physik" bzw. Synchronizitäten (akausale Ordnung). Man bräuchte die Weltseele als Mittler zur Überwindung des psychophysischen Problems.
– Leben und Bewusstsein ist ohne Weltseele schwer zu begründen.
– Newton und Leibniz hielten den Gedanken der Weltseele für atheistisch und für eine Konkurrenz zu Gott.

4. Geschichte der Weltseele
– Platon: Weltseele, Weltvernunft (Nous) und Weltmaterie innerhalb eines Kugelkosmos.
– Neuplatonismus: 3. bis 5. Jh. beginnend mit Ammonios Sakkas, Lehrer von Plotin, Jamblichus, Kaiser Julian. Weltseele als Vermittlerin der Seinssc..

Samuel Hahnemann als Philosoph: Naturphilosophie der Homöopathie. Was lehrt die Homöopathie über das Wesen der Natur? Vortrag von Jochen Kirchhoff im "Simile" vom 4. September 2004.

*Inhalt*

Was interessiert einen Philosophen an der Homöopathie?
Verweis auf Peter Solterdijk, "Die Andersheilenden". (2:02)
Hat Hahnemann etwas entdeckt, das über das Heilen hinausgeht?

Vorstellung der Themen (3:18 – 18:17)

1. Anthropologische Frage: Hahnemann als Mensch und Vorbild. (3:18)
Verweis auf Herbert Fritsche, "Samuel Hahnemann, Idee und Wirklichkeit der Homöopathie", (1944). (3:46)
Hahnemann als Mensch, an dem man sich orientieren kann.

2. Naturphilosophische Frage: Naturphilosophische Aspekte der Homöopathie. (6:30)
a. Verhältnis Geist und und Stoff bzw. die "Geistartigkeit der Materie".
b. Das Mysterium des Simile-Prinzips. ("Ähnliches wird von Ähnlichem geheilt.")
c. Die Leibfrage. Der Leib ist nicht der Körper. Was ist der Leib?
d. Der dialogische Naturbegriff im Gegensatz zum monologischen Naturbegriff.

3. Frage nach der Phänomenologie des Bewusstsein. (14:49)
Die Homöopathie schult das genaue und vorurteilsfreie Beobachten des Bewusstseins.

Grundlagenpapier zu den naturphilosophischen Aspekten der Homöopathie (18:18 - 27:31)
- Das Simile-Prinzip als Herausforderung an die moderne Physik.
- Empedokles: "Gleiches wird nur von Gleichem erkannt". Was meint diese Gleichheit?
- Geringbewertung der Analogie und Ähnlichkeit im abstraktionistischen Zugang.
- Novalis: "Der Zauberstab der Analogie" und "der Mensch als Analogiequelle des Weltalls".
- Analogie ist Gestaltähnlichkeit und erzwingt einen phänomenologischen Zugang.
- Ralph Waldo Emerson, "Nature" (1836): "Nur, was wir sind, können wir erkennen."
- Wenn die Natur nicht selbst bewusst wäre, dann könnte sie nicht erkannt werden. Plädoyer für eine vom lebendigen Menschen ausgehende Naturwissenschaft.

Motto der heutigen Vorlesung:
Samuel Hahnemann, Organon §9 (1810): "Im gesunden Zustand des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft (Autocratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewunderungswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses lebendigen, gesunden Werkzeugs frei zu dem höheren Zwecke unsers Daseins bedienen kann." (27:34)

1. Was ist das Organon? (29:37)
Herbert Fritsche, "Hahnemann oder die Idee der Homöopathie", über das Wort "Organon". (29:37)
(Hahnemann nannte sein Werk ursprünglich "Organon der rationellen Heilkunde".)
a: Verweis auf das Organische im Gegensatz zum Mechanischen einer technischen Medizin.
b. Instrument des Arztes.
c. Verweis auf die Instrumentenartigkeit der Lebenskraft, die aus der Verstimmung zurück zur Harmonie gebracht werden möchte. (Suche nach dem "verlorene und wieder zu findende Ergänzungston".)
c. Gesetzgeberische Grundlegung.
Kirchhoff: Das Organon als System ohne Theorie (ähnlich der Ethik Spinozas). (32:43)

2. Welche Art von Wissenschaft befürwortet Hahnemann? (33:38)
§6 Organon, "Der vorurtheillose Beobachter, - die Nichtigkeit übersinnlicher Ergrübelungen kennend, die sich in der Erfahrung nicht nachweisen lassen, - nimmt, auch wenn er der scharfsinnigste ist, an jeder einzelnen Krankheit nichts, als äußerlich durch die Sinne erkennbare Veränderungen im Befinden des Leibes und der Seele, Krankheitszeichen, Zufälle, Symptome wahr, das ist, Abweichungen vom gesunden, ehemaligen Zustande des jetzt Kranken, die dieser selbst fühlt, die die Umstehenden an ihm wahrnehmen, und die der Arzt an ihm beobachtet. Alle diese wahrnehmbaren Zeichen repräsentiren die Krankheit in ihrem ganzen Umfange, das ist, sie bilden zusammen die wahre und einzig denkbare Gestalt der Krankheit." (33:38)
Zurückweisung von spekulativ spiritueller und kausal analytischer Ursachenforschung.
Hahnemanns Verhältnis zu Paracelsus und zum Simile-Prinzip bei Paracelsus. (34:46)
§28 Organon: "Da dieses Naturheilgesetz sich in allen reinen Versuchen und allen ächten Erfahrungen der Welt beurkundet, die Thatsache also besteht, so kommt auf die scientifische Erklärung, wie dieß zugehe, wenig an und ich setze wenig Werth darauf, dergleichen zu versuchen." (37:46)

3. Hahnemann als Vitalist (38:30)
§7 Organon: (38:30)
Kurze Verteidigung des Vitalismus gegen den Mechanismus.
Was ist die Lebenskraft? Ist sie individualisiert oder es-haft?
Dazu Jochen Kirchhoff, "Die Erlösung der Natur" (2004), über das Lebensprinzip und die Seele. (44:10) Aristoteles, Gustav Theodor Fechner etc.

Biographie (deutsch) von Wolfgang Amadeus Mozart. Menschliches und Kosmisches im Leben und Werk Mozarts. Das kosmische Genie als Herausforderung: Mozart, Stupor Mundi - Das Staunen der Welt.
"Mozart als Herausforderung" - Vortrag von Jochen Kirchhoff mit musikalischen Einlagen, 21.Juli 2003, Grundlsee, Ausseer Kultursommer.

Ist der Mensch nur das Zufallsprodukt einer Evolution in einem sinnleeren Universum oder das gewollte Ziel einer kosmischen Bewusstseinsentwicklung? Zum Problem des Anthropozentrismus.

Vorlesung Naturphilosophie.

3. Vorlesung aus der Volesungsreihe "Das lebende Buch der Natur. Teil I: Tiefenökologie und Neue Naturphilosophie"
Dozent: Jochen Kirchhoff
Humboldt-Universität zu Berlin
Sozialökologie als Studium Generale
Vorlesungsreihe im Sommersemester 1999

Wie lassen sich Spiritualität und Naturwissenschaft zusammen denken? Brücken und unüberwindbare Grenzen zwischen moderner Naturwissenschaft (am Beispiel der Chaostheorie und Systemtheorie) und östlicher Spiritualität (asiatische Philosphie, Buddhismus).
Ken Wilber - Naturwissenschaft und Religion: Die Herausforderung unserer Zeit. Die Integration von Wissenschaft und Religion, Wahrheit und Sinn.

Vortrag von Jochen Kirchhoff an der Urania Berlin vom 6.4.1998.
"Östliche Spiritualität und moderne Naturtheorien"

Jochen Kirchhoff - Kugeln, Kreise, Spiralen. Auseinandersetzung mit Peter Sloterdijks "Sphären": Die kosmologische / psycho-kosmologische Idee der Sphären.

Zeitdiagnose der modernen Menschheit und der Frage nach einer möglichen Therapie dieser Verfassung. Sloterdijk betrachtet die Krise der Moderne als Raumkrise, als Hüllenlosigkeit einer in das leere Außen hinausgestoßenen Menschheit. Die zentrale Frage der Moderne sei daher: Wo ist der Ort der Menschheit in der Welt?

Kritik an Karl Marx: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern." Deutung als Tat, die nicht nicht folgenlos bleibt.

Anmerkungen zur Rezeption von Peter Sloterdijks Rede "Regeln für den Menschenpark" (ab 5:45) http://www.zeit.de/1999/38/199938.slo...

Peter Sloterdijk "Sphären II", 1999

Jochen Kirchhoff "Kopernikus", 1985 (15:38)

Alexander von Humboldt "Kosmos" (31:10)

Vorlesung Naturphilosophie.
2. Vorlesung aus der Vorlesungsreihe "Das lebende Buch der Natur. Teil II: Erde und Kosmos. Denkanstöße zu einer anderen (alternativen) Kosmologie"
Dozent: Jochen Kirchhoff
Humboldt-Universität zu Berlin
Sozialökologie als Studium Generale
Vorlesungsreihe im Wintersemester 1999/2000

Richard Wagner: Der Ring. Vom Anfang der Welt zum Ende der Welt. Richard Wagner im Spiegel unserer Zeit.
Vortrag von Jochen Kirchhoff.
Am Klavier Johannes Daxner.
Gabillonhaus, Grundlsee (Steir, Salzkammergut).
21. Juli 2002

Interview mit dem Philosophen Jochen Kirchhoff für den Dokumentarfilm "Sonnengesang Archiv" von Werner Fritsch, Juni 2011. "Die wichtigsten Werke der Weltliteratur"

11 Thesen von Jochen Kirchhoff, dem im deutschsprachigen Raum schärfstem Kritiker der Urknalltheorie, als Alternative. Kritik anderer kosmologischer Behauptungen, hin zu einer Kosmologie, die den Einzelnen wieder in den Gesamtzusammenhang aufnimmt und ihm somit auch eine kosmische Verantwortung angedeiht, die er durch Erinnerung - Anamnesis (Platon) - auch erkennen und erfüllen kann, wenn er sich auf das eigene, innerste So-Sein als das primär Wirkliche einlässt.

Ein Rundumschlag, der alle zentralen Aspekte der Philosophie, Naturphilosophie, Naturwissenschaftskritik und Kosmologie Jochen Kirchhoffs einmal konzise umreißt. Eine allumfassende Vorstellung und Einführung:
- Kritik der Urknalltheorie
- Beleuchtung der (oft unbewusst impliziten) Prämissen der modernen Naturwissenschaft (methodologischer Atheismus)
- übergreifende Einsichten aus der Wissenschaftsgeschichte
- spiritueller Grundüberzeugungen, Anderswelt, Weltseele und Weltgeist
- Radialfeldtheorie Giordano Brunos und Helmut Friedrich Krauses

All dies letztendlich auf die Frage hin, was denn die kosmische Aufgabe und Verantwortung des Menschen ist.

"Jochen Kirchhoff lebt und arbeitet als Philosoph in Berlin. Er war viele Jahre Dozent an der Humboldt-Universität und der Lessing-Hochschule in Berlin. Autor zahlreicher Bücher und Essays. Für den Vortrag zentral wichtig sind die Bücher „Räume, Dimensionen, Weltmodelle. Impulse für eine andere Naturwissenschaft“ von 1999 (Neuausgabe 2007) und „Die Erlösung der Natur. Impulse für ein kosmisches Menschenbild“ von 2004."

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Der Philosoph Jochen Kirchhoff kann als einer der schärfsten Kritiker der Urknalltheorie im deutschen Sprachraum bezeichnet werden. Ausgehend von einer alternativen Deutung der Rotverschiebung der Spiralnebel als ein rein optisches Phänomen mittels der sog. Radialfeldhypothese postuliert er ein aktual unendliches und ewiges Universum im Sinne Giordano Brunos. Daraus leiten sich aber auch noch weitreichende andere Folgerungen über unser Universum und den Menschen ab.
Seit Jahrzehnten beschäftigt sich Jochen Kirchhoff deshalb mit den fünf zentralen Themen:
1. Natur-Mensch-Kosmos-Verhältnis,
2. Innenwelt und Außenwelt,
3. Grundfragen von Erkenntnis und Bewusstsein,
4. Grundlagenkritik der Mainstream-Naturwissenschaft und Alternativen und
5. Anthropologie - Vom geistig-kosmischen Wesen des Menschen.

Dieser Kanal stellt Interviews, Vorträge und Vorlesungen an der Humboldt-Universität zu Berlin zu diesen Themen bereit.

Dieser bitchute Kanal soll auch als Alternative zur zentralen YouTube Systeminfrastruktur dienen und die Inhalte von Jochen Kirchhoff dezentralisieren, sowie der dezentralen Videolandschaft hochwertigen Inhalt bereitstellen, um diese dadurch zu stärken.